Gründungsgeschichte

Wappen SCLGründungsgeschichte des SC Linden von 1907 e.V.

 

In unserer Vaterstadt Linden fand sich eine Gruppe Schüler zusammen, in dem Gedanken einen Rugby-Club ins Leben zu rufen, und zwar am 23. Juni 1907. Die Gründung des SCL fand durch 21 Sportfreunde statt.

 

Es ist interessant, unter welchen schwierigen Verhältnissen seinerzeit der Sportbetrieb ausgeübt wurde, wie die verhältnismäßig kleine Mitgliederzahl sich weder durch Verbote der Eltern oder Erzieher noch durch andere Widerstände von dem einmal gefassten Vorhaben abbringen ließ. Sportliche Begeisterung und der immer rege Gedanke, die einmal gefasste Idee durchzuführen, machten es möglich, Schwierigkeiten verschiedenster Art mit jugendlichem Temperament aus dem Weg zu räumen. Stundenweite Wege in Richtung Benther Berg, mühevolles Tragen der Goalstangen, ohne die es beim Rugby-Sport nicht geht, gehörten neben anderen Opfern zu den Pionierarbeiten der jungen, alten Garde von damals. Sehr oft musste die ganze Schar wieder abziehen, wenn es einem um die Ernährung seiner Vierfüßler besorgten Wiesenbesitzer nicht recht war, dass Lindener Jungen sich auf seinem Grund und Boden mit den Geheimnissen des Rugby-Sports vertraut machen wollten. Der Zusammenhalt, die Sportbegeisterung und die Liebe zum ovalen Ball bildeten das Fundament, so fest gefügt, dass es in all den Jahren möglich war, darauf weiterzubauen.

 

Neben Sonnentagen waren auch trübe Tage der jungen Vereinigung beschert. Ein gesunder Optimismus behielt aber jederzeit die Oberhand und ermöglichte eine gesunde Fortentwicklung des Clubs und des Spielbetriebs. Die Tatsache, dass auch in anderen Stadtteilen Hannovers ähnliche Zusammenschlüsse interessierter Jugendlicher stattfanden, gab unseren Vorkämpfern sehr bald die Möglichkeit, ihre erworbene Erfahrung im Spiel auch anderweitig günstig zu verwerten.

 

Dann kam der unglückliche erste Weltkrieg und vier Jahre ununterbrochenen Ringens drohten das Aufgebaute wieder zu zerstören. Diejenigen der Sportfreunde, denen es vergönnt war, die Heimat wiederzusehen, brachten ihre Treue zum Club und zum Rugby-Sport dadurch zum Ausdruck, dass sie, wenn auch nur notdürftig, den Spiel- und Geschäftsbetrieb des Clubs aufrechterhielten. Dass der Verein seine für das Vaterland gefallenen Sportfreunde nicht vergessen hat, bewies die am 24. Juli 1927 vorgenommene Denkmalseinweihung.

 

Nach Beendigung des Krieges, und zwar am schon im Jahre 1919, setzte sich der SCL wirkungsvoll in Erscheinung, indem es ihm gelang, mit seiner Ligamannschaft die Norddeutsche Rugby-Fußball-Meisterschaft zu erringen. Ein schönes Zeichen dafür, mit welcher Intensität die Sportarbeit wieder aufgenommen wurde. Es muss hervorgehoben werden, dass diese Meisterschaft aus dem Grunde besonders hoch zu bewerten ist, weil der Club damals noch über kein eigenes Sportgelände verfügte. An dieser Stelle bleibt dem Deutschen Sportverein, gegründet 1878, Hannover ein Dank auszusprechen, welcher den SCLern seine Platzanlage zum Training und zum Spiel zur Verfügung stellte. Die größte Sorge, die der Leitung des SCL damals deshalb am Herzen lag, war die Beschaffung eines als Sportplatz geeigneten Geländes. Es gab allerlei Schwierigkeiten, diesen Plan in die Tat umzusetzen. Der persönlichen Initiative des Sportfreundes Gustav Gevers gelang es durch eingehende persönliche Verhandlungen mit Herrn Senator Stadtbaurat Dr. Wolff, ein in der Steintormasch vor dem Gartenrestaurant Dornöschen gelegenes, für diesen Zweck besonders geeignet erscheinendes Terrain zu erhalten.

 

Damit hat sich der Sportfreund Gevers für die Weiterentwicklung des Clubs einen nicht hoch genug einzuschätzenden Verdienst erworben. Waren die Schwierigkeiten bisher groß, so musste jetzt eine Arbeit der Mitglieder einsetzen, die heute als vorbildlich zu gelten hat, zumal unsere damalige Platzanlage im Jahre 1920 noch als Schuttabladestelle diente. Rastlose Tätigkeit, immerwährendes Interesse des Vorstands und der Mitgliedschaft schufen eine Einmütigkeit in dem Dienst an der weiteren Ausgestaltung der Sportplatzanlage. Die zur Planierung des Platzes notwendige und quantitativ große Menge Muterboden wurde unter großen Opfern durch unser verstorbenes Ehrenmitglied Paul Nickel beschafft, der sich durch diese Tat ein dankbares Andenken gesichert hat. Die Sportplatzanlage wurde fachmännisch hergestellt und entsprach den Ansprüchen und Wünschen seitens der Clubleitung, die nach Fertigstellung, das heißt nach Planierung, Umzäunung, Abgrenzung des Spielfeldes usw., eine für die Austragung der Spiele ideale Kampfstätte feststellen konnte.

 

Als Notbehelf für die Umkleidemöglichkeiten der Spieler vermochte der Vorstand des Vereins durch seine verdienten Mitglieder W. Tschierschke und W. Vollmer einen ausrangierten Wohnwagen zu beschaffen, der schlecht und recht, gründlich überholt und durch einen Anbau erweitert, jahrelang seine Dienste erfüllte. Große und schwere finanzielle Opfer wurden in den ersten Jahren nach dem Kriege nicht nur von allen Mitgliedern gefordert, sondern auch willig geleistet.

 

Die Platzeinweihung am 10. September 1922 gab daher auch die Möglichkeit, zwei besonders tätig gewesenen Sportfreunden als äußere Anerkennung die Ehrenmitgliedschaft des Clubs zu verleihen, und zwar an Friedrich Heins und Paul Nickel. Letzterer wurde am 2. Februar 1929 als Opfer eines Verkehrsunfalls seiner Familie und allen die ihn schätzten und verehrten viel zu früh durch den Tod entrissen.

 

Der Vorstand des Vereins konnte am 25. Februar 1931 weiter die Ehrenmitgliedschaft dem Sportfreund August Reinecke verleihen, der sich durch seine jahrelange Vereinszugehörigkeit trotz seines hohen Alters immer als vorbildliches Mitglied gezeigt hat. Doch nicht nur für den Club hat er sich erfolgreich bestätigt, sondern auch seine Tätigkeit als langjähriger Verbandskassierer war Veranlassung für die Ehrung, die ihm zuteil wurde. Durch unsere neue Sportplatzanlage konnten wir viele neue Mitglieder gewinnen. Das brachte eine Ausdehnung des Spielbetriebs auch im Handball, im Faustball, in der Leichtathletik und im Damensport sowie ein erhebliches Anwachsen der Jugendbewegung. Diese Umstände ließen es ratsam erscheinen, einen Umkleideraum zu schaffen, der größeren Ansprüchen gerecht werden konnte als bisher. Schon das nächste Jahr brachte die Verwirklichung des vorerwähnten Projekts. Unter großer Beteiligung konnten wir das von Mitgliedern aus eigenen Mitteln im Fachwerkbau errichtete Clubhaus in Gegenwart uns befreundeter Rugbyvereine sowie des von uns sehr verehrten Herrn Stadtturnrats Grethen als Vertreter der Stadt am 2. August 1931 einweihen. Trotz wirtschaftlich schwerer Zeiten war es dem Vorstand unter der bewährten Führung seines ersten Vorsitzenden F. Thierry möglich, diese außergewöhnliche Aufgabe zu lösen und sich für alle Zeiten einen guten Namen zu sichern. Ein besonderes Lob verdient auch die Tätigkeit des Sportfreundes H. Germs, der sich unentwegt und arbeitsfreudig für den Bau des Clubhauses eingesetzt hat. Für die innere Fertigstellung des Waschraums und der Umkleide stellten sich durch selbstlose Arbeit die Sportfreunde H. Rühmkorf, A. Becke, W. Tschierschke, H. Regler, J. Mast, F. Plohmann, H. Rabe u. a. bereitwillig zur Verfügung. Das Ehrenmal unserer gefallenen Sportfreunde entstand durch den Sportfreund A. Dölke.

 

In verschiedenen Sportarten konnten wir in jenen Jahren bedeutende Erfolge erringen. Die Leichtathletik war schon immer eine besonders gepflegte Sportart im Club in der damaligen Zeit. Sei es die Teilnahme am traditionellen Hildesheim-Hannover-Lauf, wo wir im Jahre 1921 als Sieger der Gruppe B hervorgingen, wie auch die Beschickung interner hiesiger und auswärtiger Veranstaltungen, die mit der Erringung erster Plätze das große Interesse einmal bewiesen, zum anderen aber auch das gute Material und die Schulung unserer Mitglieder. Manch schöner und eindrucksvoller Sieg war der Lohn für die Tätigkeit unserer Leichtathleten. Besonders hervorzuheben sind die 4 x 100-m-Staffel in der Besetzung

A. Schrader, H. Heins, W. Kiekenapp und W. Reinhardt sowie die 3 x 1000-m-Staffel mit

W. Töpfer, E. Bordasch und W. Kattwinkel, die zu den besten Staffeln Hannovers zählten. Namen wie J. Krispin, A. Unger, H. Sporleder, W. Gosciniak u. a. holten für die blau-roten Farben schöne Erfolge.

 

Es sei deshalb an dieser Stelle des Sportfreundes H. Heins gedacht, der als Trainier Vorbildliches für den Club geleistet hat und durch seine Tätigkeit den SCL in der Leichtathletik bekannt machte.

 

Die Damen unseres Vereins sollen hier natürlich in keiner Weise zurückstehen und errangen die Hannoverschen Meisterschaften im Faustball und Handball. Höhepunkt unserer Faustballmannschaft war zweifellos das glanzvolle Abschneiden im Jahre 1925, wo sie ins Endspiel um die Norddeutsche Damen-Faustballmeisterschaft kam, jedoch gegen Elmsbüttel in Hamburg unterlag. Aber auch in der Leichtathletik wurden von den Damen hervorragende Efolge erzielt. Hier wirkten sich vor allem die vorzüglichen Leistungen unserer H. Weber befruchtend aus. Ihre herausragenden sportlichen Fähigkeiten wurden durch Siege im Kugelstoßen, 100 m-Lauf, Dreikampf und durch die Erringung der Hannoverschen Waldlauf-Meisterschaft über 1500 m mehrfach unter Beweis gestellt. Unsere 4 x 100 m-Staffel der Damen in der Aufstellung Wolf, Weber, Kowalski, Denecke gehörte in der damaligen Zeit zu den stärksten Staffeln Hannovers.

 

In dieser Zeit gehörten unsere Knaben- und Schülermannschaften in Rugby zu den besten Niedersachsens, und die Jugendmannschaft unter der bewährten Leitung des Sportfreundes

A. Giesecke war in dieser  Zeit unschlagbar. Unsere Herrenmannschaft im Rugby konnte ihren Erfolg aus dem Jahre 1919 wiederholen und 1925 die Norddeutsche Rugbymeisterschaft erringen. Die Sportfreunde H. Rühmkorf und H. Heins trainierten diese Mannschaft eisern. Unvergessen bleibt das Marathonfinale 1921 um die „Norddeutsche“ gegen Alexandria Linden, welches nach wiederholter Verlängerung über 200 Minuten ging und mit 0:3 verloren wurde.

Nach der Erringung der Norddeutschen Rugbymeisterschaft im Jahre 1925 zog unsere Ligamannschaft ins deutsche Rugby-Endspiel. Leider blieb uns die Deutsche Meisterschaft versagt. Unsere Mannschaft unterlag dem damaligen Süddeutschen Meister, Frankfurt 1880, der in einem sportlich hervorragenden harten und doch recht freundschaftlichen Treffen mit 13:33 Punkten das Nachsehen gab.

 

Durch Ortswechsel, Abwanderung besonders qualifizierter Spieler in außereuropäische Länder ging die Spielstärke der Liga bedauerlicherweise zurück.

 

Unsere 25-Jahr-Feier, zu welcher wir als Krönung des Jubiläumsturniers Heidelberg-Neuenheim eingeladen hatten, verlief unter Beteiligung aller hannoverschen Rugbyvereine mit Pokalspielen im Rugby, Faustball und Handball in vollster Harmonie und mit großem Erfolg. Nach diesen großen Jubiläumstagen lebten wir in einer guten und sich ständig steigernden Form. Unsere Spielermaterial war gut, und wir konnten aus den aus dem fast unerschöpflichen Jugendmaterial Spieler für die Herrenmannschaft heranbilden. Unser Ehrenmitglied Albert Seligmann war seinerzeit Hüter unserer Jugendabteilung, treu unterstützt von seiner Frau., „Mutter Seligmann“. Unter seiner Regie wurde auch sein Sohn Emil Seligmann zu einem der besten Schlussspieler Deutschlands. So lebten wir froh und sorglos im Sport Club Linden als eine große Familie und denken wehmütig an diese schöne Zeit und an unsere Sportplatzanlage zurück. Der Krieg machte dieser sorglosen Zeit jedoch ein jähes Ende. Viele, ja die meisten SCLer mussten dem Ruf des Vaterlandes folgen. Zwar stellten sich sofort viele ältere Mitglieder zum Spiel und für die Verwaltung zur Verfügung, aber nun traten Nöte ein, da sich die Luftabwehr auf unserer Sportplatzanlage einbaute und der Spielbetrieb nur unter äußersten Schwierigkeiten aufrechterhalten werden konnte.

 

Im Jahre 1940 trat der Rugby-Club Elite, der damals kein Sportgelände zur Verfügung hatte, an uns heran und so kam es zu einer Kriegssportgemeinschaft mit Elite. Die so aufgestellte Mannschaft konnte gleich auf Anhieb im Jahre 1941 die Deutsche Meisterschaft erringen. Der damalige Berliner Meister „Siemens“ wurde in einem technisch hochstehenden Spiel mit 12:8 Punkten geschlagen.

 

Dann kam der unglückliche Tag, an welchem unsere schöne Sportplatzanlage durch Bomben in ein Trümmerfeld verwandelt wurde. Im Jahr 1945 fehlte es an voraussehenden Mitgliedern, die unser Gelände sofort wieder herrichteten; vielleicht hätten wir dann keine Platzsorgen kennen gelernt. Durch die Initiative unseres Alexander Becke und mehrerer alter SCLer rennten wir uns im Jahr 1947, unter Verlust einiger guter Spieler, vom Rugby-Club Elite. So haben wir auch erfahren, dass ein Zusammenschluss gut ist, jedoch bei einer Trennung immer ein Verlust entsteht. In dieser für unseren Verein sehr schweren Zeit verstand es unser Sportfreund A. Becke innerhalb kurzer Zeit, die wenigen uns nach dem Kriege verbliebenen Spieler zusammenzuhalten und neue, junge Leute von der Straße unserem Club und dem Rugby-Sport zuzuführen, sodass bald wieder zwei Herrenmannschaften zur Verfügung standen. Besondere Anerkennung verdienen auch die Sportfreunde K. Becke (Knaben),

D. Röhrbein und W. Nolte (Schüler) und G. Fricke (Jugend), unseren A. Becke bei der Aufstellung der Knaben-, Schüler- und Jugendmannschaften tatkräftig unterstützten. Im Gegensatz zu unseren Herrenmannschaften konnte unsere Jugendabteilung schon bald achtbare Erfolge erzielen und dieses alles ohne eigenes Sportgelände. Unter der Regie von

H. Otte, welcher 1950 die Vereinsführung übernahm, wurde eine Damen-Handballabteilung ins Leben gerufen, der sich bald eine Jungmädchen-Mannschaft anschloss. Leider war dieser Abteilung kein langes Leben beschieden. Nach etwa zwei Jahren wurde sie aufgelöst. Der Grund dafür war aber auch nur in unseren leidigen Platzverhältnissen zu suchen.

 

Im Jahre 1949 wurde nach längeren Verhandlungen unserer Mitglieder A. Becke, H. Otte,

K. Kluth und J. Mast mit den städtischen Behörden ein Gelände als Sportplatz in der Auestraße zur Verfügung gestellt. Monatelang haben wir dann Schutt und Boden zum Ausfüllen der Bombentrichter und Unebenheiten anfahren lassen. Die städtischen Behörden stellten uns einen Namenhaften Betrag für diese Arbeiten zur Verfügung. In nimmermüder Arbeit wurde von einem Großteil unserer Mitglieder dieses Gelände zu 80 % zu einem Sportplatz gestaltet. Kurz vor der Einsamung bekamen wir von der Stadtverwaltung Bescheid, keine weiteren Investitionen für dieses Gelände zu machen, da hier ein Erweiterungsbau des Krankenhauses Siloah geplant sei. Infolge dieses erneuten Rückschlags machte sich eine große Lustlosigkeit in unserem jungen Spielerstamm bemerkbar, und es bedurfte dem starken Zupacken der „Alten“, den Club über diese Krise hinwegzuhelfen. Im Jahre 1952 musste Sportfreund H. Otte arbeitsbedingt seinen Posten als Vorsitzender niederlegen und ihn seinem Nachfolger K. Kluth übergeben. Infolge hoher Verlustspiele und durch den Abgang guter Spieler schied unsere Reserve-Mannschaft aus den Punktspielen aus und wir meldeten zur nächsten Spielserie unsere 1. Mannschaft in der Reserveklasse. In dieser Klasse konnten wir in den folgenden Jahren zwei Mal die Staffelmeisterschaft erringen.

 

Harte, schwere Jahre für den Club folgten! Im Jahre 1959 war es dann endlich soweit, dass die Bemühungen des damaligen ersten Vorsitzenden Karl Kluth Erfolg hatten und wir am Stockhardtweg ein Gelände von der Stadt Hannover erhielten, welches nach über dreijähriger Bauzeit 1963 als Sportplatz eingeweiht werden konnte. Jetzt musste an die Zukunft des Sport Club Linden gedacht werden. Da war es unser Sportfreund Holger Welz, der durch seine unermüdliche Jugendarbeit (Niedersachsen-Meister Knaben B 1967, Knaben A 1968, Jugend B 1972) den Grundstein für den Neuaufbau legte und mit seiner Truppe über die Regionalligameisterschaft der Herren 1976 den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Stimuliert von den Erfolgen der ersten Mannschaft wurde auch im gleichen Jahr die Verbandsliga Niedersachsenmeister und wiederholte den Gewinn des Titels 1978. Unser sehr junges Bundesligateam konnte leider den Klassenerhalt nicht schaffen und musste absteigen. Doch im „Durchmarsch“ wurde die Niedersächsische Regionalligameisterschaft 1979 wieder gewonnen und der Sprung in die höchste deutsche Rugby-Klasse erneut geschafft. Hervorragend war das Abschneiden 1981, als unsere Bundesliga die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft erreichte, jedoch dem Süd-Meister R. K. Heidelberg in Heidelberg knapp unterlag. Aber leider zerbrach die Hoffnung, mit dieser Mannschaft, die noch nicht im Zenit ihres spielerischen Könnens stand, auch in den nächsten Jahren einen Höhenflug zu starten. Einige Leistungsträger verließen den Sport Club Linden und in ihrem Sog folgten andere und die Mannschaft zerbrach. Aufgrund mangelnder Leistungsstärke verließen wir freiwillig die Bundesliga und spielten nun im Jubiläumsjahr mit einer jungen, neu formierten Mannschaft wieder in der Regionalliga. Harte Zeiten des Neuaufbaus standen dem Sport Club Linden bevor.

In der folgenden Zeit wurde es immer schwieriger mit dem Rugby-Sport, da die damals aktiven und uns treu gebliebenen Spieler „ins Alter kamen“ und keine jüngere Generation nachrückte. Die damalige Rugby-Mannschaft hielt sich in der Regionalliga wacker, aber zum Aufstieg und größeren Erfolgen kam es nicht mehr. In dieser Zeit musste leider sogar ein Abstieg in die Verbandsliga in Kauf genommen werden.

Im Jahre 1984 fand sich eine Gruppe Mädchen zusammen, um sich mit dem Korbballsport in unserem Verein vertraut zu machen. Im Korbballsport wurde zuerst mit einer Mannschaft begonnen, diese umfasste sechs Spielerinnen. Diese nahm am Spielbetrieb gleich im ersten Jahr mit Erfolg teil und wurde zum Saisonende erfolgreicher Dritter. Im drauffolgenden Jahr konnten wir die Zahl der Spielerinnen verdoppeln und eine zweite Mannschaft in den Spielbetrieb mit aufnehmen. Die Korbballmannschaften hielten sich in all den Jahren konstant im guten Mittelfeld.

In der Saison 1985/1986 trat der Nordstädter Turnverein an uns heran, um eine Spielgemeinschaft im Bereich des Rugby-Sports mit uns zu gründen. Dieses Angebot nahmen wir dankend an und spielten mit dem NTV bis 1998 zusammen in der Regionalliga ohne nennenswerte Erfolge.

1988 sind zwei „Kneipenfußballmannschaften“ auf den damaligen ersten Vorsitzenden Dieter Schrader herangetreten mit der Frage, ob man bei uns im Verein den Sport Fußball ausüben kann. Diese beiden Mannschaften nahmen wir in unseren Verein auf und viele der damaligen „Zweiten“ sind unserem Verein bis heute treu geblieben und nehmen noch heute am aktiven Spielbetrieb teil (Heutige Alte Herren-Mannschaft). Die erste Mannschaft stieg zwei Mal hintereinander auf und behauptete sich lange Zeit (bis 1997) in der Kreisklasse. Durch starke spielerische Verstärkung und einem konsequenten Training schaffte auch die zweite Mannschaft den Aufstieg in die dritte Kreisklasse. Eine Saison gelang es uns sogar eine dritte Fußballmannschaft zu melden. Diese löste sich aber leider nach einer Saison wieder auf. Im Jahre 1999 gelang der ersten Mannschaft dann noch einmal der Aufstieg in die erste Kreisklasse. Zur Zeit haben wir eine erste Herrenmannschaft, die in der dritten Kreisklasse spielt sowie eine Alte Herren-Mannschaft, die sich seit Jahren im oberen Drittel behaupten kann.

Im Jahr 1995 fanden sich neben unseren bisher schon spielenden zwei Frauen-Korbballmannschaften acht Kinder im Alter von 6-7 Jahren zusammen, um mit dem Korbballsport zu beginnen. Diese Kinder nahmen gleich am Spielbetrieb teil, leider ohne nennenswerte Erfolge. Trotz dessen konnten wir in der laufenden Zeit noch viele Mädchen für den Korbballsport begeistern, dies waren zu „Hochzeiten“ 23 Spielerinnen jeglicher Altersklasse im Jugendbereich. Das heißt, dass wir teilweise drei Jugendmannschaften, zwei Frauenmannschaften sowie eine Mixedmannschaft melden konnten. Trotz der geringen Erfolge konnten die Mädchen durch ihre rückenstärkenden Eltern, die bei jedem Spiel die Kinder lautstark unterstützt haben, und durch die beiden Trainerinnen immer wieder neue Motivation schöpfen. Diese sich nicht nur auf den Sport konzentrierende Gemeinschaft unternahm auch viele andere gemeinsame Aktivitäten (z. B. Fahrten auf einen Bauernhof, Kinderfreizeit, Grillabende, etc.). Im Jahre 1999 lösten sich die Kindermannschaften leider auf (eingeschränkte Zeit, weiterführende Schule usw.). Eine Damenmannschaft im Korbball konnte sich bis 2002 noch halten, wobei diese dann auch bedauerlicherweise aufgelöst worden ist.

Zum Rugbysport bleibt noch zu sagen, dass seit 1995 eine Rugbyjugendmannschaft in unserem Verein besteht. Diese kam durch eine Arbeitsgemeinschaft in den Schulen Kastanienhof und Schulzentrum Ahlem zustande. Diese Jugendmannschaft besteht noch heute.

Seit 2005 besteht in unserem Verein eine Dartsparte, die mit sechs Spielern gegründet worden ist. In der drauffolgenden Saison steigerte sich die Zahl schon um das Doppelte und wir konnten zwei Mannschaften in den Ligabetrieb aufnehmen. Im ersten Halbjahr 2006 sind wir auf die Zahl von 18 Spielern gelangt und somit war es uns möglich drei Mannschaften zu melden. (Der älteste Neueinsteiger beim Darten fing im Alter von 66 Jahren an – Rosi)

Nach dem zweiten Halbjahr 2006 gelang es uns erstmals den Aufstieg in die nächsthöhere Liga zu schaffen. Diese konnte aber leider nicht gehalten werden. Derzeit nehmen wir mit drei Mannschaften am Dartligabetrieb teil.