Unsere "Erste" verschenkt Punkte: Nur ein 3:3 gegen Vahdet SKV

Ein Hauch von einem Derby verspürte man an diesem Sonntag bei der Begegnung SC Linden gegen Vahdet SKV II. Viele Spieler kennen sich und einige Lindener spielten in der vergangen Saison für Vahdet. Alle freuten sich auf das Spiel, auch weil sich sehr viele Verwandte und Bekannte als Zuschauer angekündigt hatten.

 

 

 

Die SCLer begannen konzentriert. Sie attackierten den Gegner früh und setzten sich in der Anfangsviertelstunde in der Hälfte der Gäste fest. Fast zwangsläufig resultierte dadurch das 1:0 in der 16. Min. durch Taner.

Nach der Führung schalteten die Platzherren jedoch einen Gang zurück und ließen Vahdet kommen. Dass dies gefährlich ist, merkten sie in der 30. Spielminute. Ein Lindener Verteidiger ließ eine Flanke vor die Füße eines Vahdet-Stürmers ab klatschen, dieser bedankte sich mit dem Ausgleich.

Aber auch das Tor weckte die SCLer nicht auf. Das Spiel wirkte teilweise phlegmatisch. Nichts desto trotz gab es noch kurz vor der Halbzeitpause die Chance wieder in Führung zu gehen. Doch Halil verschloss einen umstrittenen Handelfmeter.

Dass es so nicht weiter gehen konnte, war allen klar. Daher gab es in Halbzeit neben klaren Worten auch zwei Wechsel. Vor allem die Einwechselung von Hamdi und die damit verbundene Umstellung auf zwei Stürmer, waren  wichtig für den weiteren Spielverlauf. Keine vier Minuten nach Wiederanpfiff  ging Linden wieder in Führung - eben durch Hamdi!

Nach dem Tor spielten die Gastgeber weiter forsch nach vorne. In der 55. Min. dann das 3:1. Mustafa, noch voller Wut im Bauch aufgrund einer Schiedsrichterentscheidung eine knappe Minute zuvor, hämmerte den Ball aus halb rechter Position kurz vor dem Strafraum in den linken Winkel – hayali!

Linden sah damit schon wie der sichere Sieger aus. In den Köpfen der Spieler schien sich schon der Gedanke an „eine Packung“ für Vahdet breit zu machen. Zu leicht ließ der Gegner diese beiden Tore zu und auch sonst gab es kaum Gegenwehr. Doch Vahdet kam wieder. In der 65. Min. nutzen die Gäste das Durcheinander nach eine Ecke, um auf 3:2 zu verkürzen.

Unerklärlich, warum der Faden im Lindener Spiel nun völlig riss. Obwohl die SCLer immer noch führten, wirkten sie nervös. So kam es, wie es kommen musste: der für Vahdet mehr als schmeichelhafte Ausgleich in der 75. Minute. Zu allem Überfluss sah Halil drei Minuten später nach einem Trikotzupfer die gelb-rote Karte. Die Unterzahl dauerte allerdings keine zwei Minuten, weil auch der gegnerische „Zehner“ vom Unparteiischen wegen wiederholtem Foulspiel vorzeitig zu Duschen geschickt wurde.

Ohne die beiden Spielmacher wurde das Spiel auch nicht besser. Vahdet war mit dem Unentschieden hoch zufrieden und spielte nur noch auf Zeit. Linden konnte dem leider nichts mehr entgegensetzen und musste sich mit nur einem Punkt zufrieden geben.

Bericht: Alexander Jungmann